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NEUE WEBSEITE! – NEUER BLOG! – NEUER ANFANG! – GENAU!

Damit will ich sozusagen meine neue Webseite ankündigen –  und mit einem Ende beginnen. Nach 16 Jahren Modellprojekt: Ausbildung stelle ich dieses zum Jahresende ein. Das langjährige Projekt (ab 1997) war mein Versuch den Beruf des Hair- Make Up Artisten grundlegend zu definieren und einer staatlichen Anerkennung zuzuführen. Aber die Amtmühlen mahlen langsam und langsam hatte auch ich den Eindruck, dass man mehrere Leben braucht, damit das gelingen kann. ES GIBT AlSO DEMENTSPRECHEND KEINE STATUTEN, KEINE LEHRMITTEL, KEINE GEREGELTE FORM – DAFÜR GIBT ES JEDE MENGE FREIHEIT UND JEDE MENGE KATASTHROPHALE VERHÄLTNISSE!

Jeder kann diesen Beruf – der durchaus einer ist – vermitteln und auch ausbilden. Egal ob die Betreiber Zahntechniker, Dolmetscher oder Kosmetikerinnen sind, man braucht keine Lehr- oder auch Lernnachweise. Der freie Markt erlaubt alles und so gibt man dem noch ungetauften Kind viele Namen und behauptet es seien die richtigen. Das Geschäft mit den vielen Make Up Akademien und dubiosen Zertifikaten blüht. Es führt aber eben nicht zu mehr Qualität, sondern zu noch mehr Quantität. Das ist zunehmend ein Problem, vor allem für die Profis.

Ich hatte die absolute Idee aus dem Beruf einen zu machen und meine absolute Idee war auch realistisch. Weil ich war sozusagen ein Mensch der ersten Stunden. Der Maquilleur oder auch Createur Visagist wurde Anfang der 80-er von dem Franzosen Serge Lutens entwickelt. Davor waren die Berufe getrennt: Friseur, Kosmetiker, Maskenbildner. Lutens hat an seinen Gesichtern Kunstformen entwickelt und die Firma Dior, für die er der Haus- Friseur/Createur war, hat das für sich zu nutzen und zu promoten gewusst. So entstand in jener Zeit ein Berufsbild, was damals aber noch keines war. Es war vielmehr ein Phänomen! Großartig und brillant!

 

 

Heute befinden wir uns in einem Sumpfgebiet! Der Markt und die dünnen Angebote über Braut-, Abend – und Gala- Make Ups verwässern das Konzentrat. Das, was hätte bleiben können und auch müssen,  nämlich ein kontinuierlich guter Aufbau und eine Entwicklung in diesen großartigen Design- Beruf! Ich habe diese Entwicklung wohl vorangetrieben, aber letztlich nicht Art verhindern können, das derlei Verhältnisse heute eine vorrangige Rolle spielen. Ich konnte einzig mein eigenes Arbeitsprojekt so gestalten, dass dabei wirklich gute Hair- und Make Up Artisten raus kommen. Und das ist durchaus geglückt. Immerhin, ein Etappensieg!

Und dabei will ich es künftig auch bewenden lassen. Das heißt, ich stelle mein langjähriges Ausbildungsprojekt zum Jahresende ein. Aber ich mache weiter! Mir fällt dabei der Spruch, den damals Serge unter seine lebendigen Kunstwerke stellte: „der Star ist tot, es lebe der Star“! Das Zitat war nicht auf seinem Mist gewachsen, aber es hatte bei seiner Idee gut gepasst. Wie es jetzt auch bei dieser Gelegenheit passt. Mein Lehr- und Ausbildungsmodell ist passee, es lebe das Neue…“?

 

 

Dieses NEUE sieht allerdings ganz anders aus und ist durch und durch von anderer Art. Ich habe es schon in den vorhergehenden Seiten angekündigt: ich werde künftig Arbeitsgeräte entwickeln. Und zwar Werkzeuge, die sehr präzise und vor allem auch sehr innovativ sind. Ein ewiges Thema bei allen meinen Kollegen, Schülern, Studenten und anderen Interessierten ist: „welche Pinsel hast Du denn? Ja, dann holt man seine gesammelten Lieblinge heraus und stellt fest, dass der Kollege eventuell doch besser ausgestattet ist. Aber nur, weil er ständig shoppen geht und wieder einer neuen Chimäre begegnet – oder auch nicht! Das herauszufinden ist ja nur über die Arbeitspraxis möglich. Und deshalb will ich auch über den Anfang meiner Pinsel-und Arbeitsmittel Kollektion sprechen und von meinem Interesse ein unersetzliches Arbeitsgerät zu schaffen. Ich hatte gestern Abend mit Freunden, die aus der Musikbranche kommen gesprochen und die hatten es auf den Punkt gebracht. Nämlich in der Musik sind die herausragenden Instrumente, wie ein Steinway oder eine Stradivari die absoluten und feinsinnigsten Träger edler Tonqualität. Vergleichbar ist das durchaus mit unseren Arbeitsgeräten, den Pinseln. Ich weiß aus langer Berufserfahrung und vor allem durch meine experimentelle Arbeit am Gesicht, was es heißt gute Pinsel zu führen. Ich spreche hier von Führung! So beginnt das! Und klar ist auch jedem und nicht nur meinen Kollegen vom Fach – mit irgendeinem Besen, der keine Innenkonstruktion hat, kann man keine saubere Arbeit machen. Und die von mir so genannten Keulen (die großen Gesichtspinsel) verbanne ich sofort schon am Anfang in die allerletzte Ecke. Weil KEULEN gehören nicht in das Gesicht… man wird weiter sehen!

Lieben Gruss

Rosemarie