Beauty International

„Goldene Maske für Visagistik“

Die Münchener Make-up Künstlerin Rosemarie Schneider erhält die Auszeichnung „Goldene Maske für Visagistik“ 2010 für ihre intensiven Bemühungen um die staatliche Anerkennung des Visagistenberufes. Die Auszeichnung soll ein Ansporn sein, ihr Ziel vom Ausbildungsberuf „Visagist“ weiterhin mit großem Engagement zu verfolgen, begründet das Auswahlgremium seine Entscheidung zur Preisverleihung. Die Verleihung findet im Rahmen der BEAUTY INTERNATIONAL in Düsseldorf statt.

Statement Rosemarie Schneider

Ich hätte nie erwartet, dass diese Auszeichnung an mich geht. Im Gegensatz zu vielen Kollegen, die mir freundlicherweise sagten, ich sei diejenige, die diese schon lange verdient hätte. Bei genauer Überlegung stimmte ich dem aber auch zu.

Ich arbeite schon so lange an meinem „Modellprojekt Ausbildung!“ Inhalt und erklärtes Ziel ist die staatliche Anerkennung des Make-up Berufes. Sich zum Make-up Artisten auszubilden ist und bleibt ein schwieriges Unterfangen. Noch gibt es keine geregelte Form und dementsprechend auch keine unterstützende Lehrausbildung. Statt dessen bewegen sich unzählige private Anbieter über das dünne Netz oberflächlicher Schmink- Programme. Die meisten führen nicht zum Erfolg, das heißt, die Voraussetzungen um diesen Beruf professionell auszuüben sind nicht geschaffen. Über die vielen Jahre meiner Tätigkeit habe ich sehr viele junge Leute erlebt, die sich voller Hoffnung und Zuversicht den großartigen Versprechen unseriöser Anbieter ausgeliefert haben. Ebenso viele Eltern habe ich erlebt, die verzweifelt nach einem richtigen und auch realistischen Berufsmodell suchten, um ihre Kinder und sich selbst von den immensen Zahlungen zu schützen. Es ist ein Strom nicht enden wollender Schwierigkeiten und deshalb muss ein STAAT sich darum kümmern! Das kann eine private Person, wie ich es bin langfristig nicht leisten. Soviel Zeit, Geld und Energie habe ich nicht … Nicht zuletzt will – und muss ich- mit meinen Arbeitsgruppen weiter lernen und weitere Studien für die Anerkennung des Berufes als Lehrberuf betreiben.

Auf interessante Weise spielt dieser Beruf in alle möglichen Bereiche, wie die Fotografie, das Mode-Design, die Illustration, die digitale Bildarbeit, usw… Es ist eine interdisziplinäre Berufsform. Über die fließenden Grenzen zu anderen Berufen wird der Make-up Artist zu einem extrem interessanten Gestalter.

Beteiligung an Ausstellungen

2011
Kunsthaus Wiesbaden – Fotoausstellung Antje Hain, „Des Meeres und der Liebe Wellen“
2011
BMW Museum München – „BONUS 11“, Show der Deutschen Meisterschule für Mode
2008
NY, „Gorillatracking.net – The art of an imaginary“, NY, „subways“, – Fotoausstellung von Robert Discalfani
2007
Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg – 12 Frauenbilder, Mode & Fotografie

Beteiligung an Performances

2007
Comic-Festival, München, „Featuring a Superheroine“
2005/06
AGV, München, „Re-Play Shakespeare, All wish to appear“– Multimedia-Kunstprojekte
2005
Weltmusikfestival in Stans, Schweiz „Der Kastanienball“,
2004
Bayerische Staatsoper München, Opernfestival, „Der Kastanienball“

Publikationen

2011
MADAME, Magazin, „So Glamourös“, Sparkling-Look für die Zeitschrift
2010
Make Up International, Messe Düsseldorf – Die Verleihung der Goldenen Maske
2007
Tout va Bien, Magazin für Photografie – Kunst und Kommerz in der Photographie
2006
ART-ATTACKS– considerations on the artificial femininity
2008
OnPaper II – The face as a concept of aesthetic
2007
OnPaper I – Cover-Looks –die Ästhetik der dramatischen Figur
2005
Urban Coffee Design Magazin – Kunstgriffe, Betrachtungen über die künstliche Weiblichkeit